um:steuern
Dein Beitrag. Deine Entscheidung. Deine Wirkung.
Was soll mit dem Geld geschehen, das du bisher als Kirchenbeitrag eingeplant hast?
Nach einem Kirchenaustritt fällt dieser regelmäßige Betrag für die Zukunft weg. Damit entsteht ein neuer Entscheidungsspielraum. Du kannst das Geld sparen, Schulden abbauen, für deine eigene Sicherheit verwenden oder gezielt dort einsetzen, wo es für dich die größte Wirkung entfaltet.
um-steuern.at macht diese Möglichkeiten sichtbar.
Zwei Richtungen. Eine Entscheidung.
Auf der einen Seite steht die Finanzierung einer religiösen Institution: kirchliche Gebäude, Verwaltung, Personal, Strukturen und Angebote.
Auf der anderen Seite stehen konkrete Alternativen: unmittelbare Hilfe für Menschen in Not, Unterstützung von Betroffenen, Menschenrechte, Bildung, Wissenschaft, Inklusion, Natur- und Klimaschutz oder die eigene finanzielle Absicherung.
um-steuern.at stellt diese beiden Richtungen bewusst gegenüber.
Nicht, weil jede kirchliche Arbeit wertlos wäre. Sondern weil du nach deinem Austritt selbst entscheiden kannst, welche Ziele du mit deinem Geld unterstützen möchtest.
Ein Betrag, der bisher regelmäßig an die Kirche gegangen ist, kann künftig anders wirken.
Was macht der Rechner?
Der Rechner ist das Herzstück von um-steuern.at.
Du gibst den Betrag ein, den du bisher monatlich oder jährlich als Kirchenbeitrag bezahlt hast. Der Rechner zeigt dir anschließend:
- den Betrag pro Jahr,
- die mögliche Summe über mehrere Jahre,
- verschiedene Möglichkeiten der Aufteilung,
- konkrete Projekte und Organisationen,
- sowie Beispiele für eine persönliche Wirkungsentscheidung.
Die Berechnung bleibt bewusst einfach und nachvollziehbar. Sie verspricht keine Rendite und behauptet nicht, dass jeder Euro eine exakt messbare Wirkung erzeugt. Sie zeigt zunächst, welche Summe dir für eine eigene Entscheidung zur Verfügung steht.
Ein Beispiel
Du hast bisher 50 Euro monatlich als Kirchenbeitrag eingeplant.
Das sind:
- 600 Euro im Jahr,
- 3.000 Euro in fünf Jahren,
- 6.000 Euro in zehn Jahren.
Der Rechner könnte daraus zum Beispiel folgenden persönlichen Plan machen:
- 300 Euro für unmittelbare soziale Hilfe,
- 180 Euro für Menschenrechts- und Betroffenenarbeit,
- 120 Euro für Bildung und Wissenschaft.
Oder du entscheidest dich für einen anderen Weg:
- 420 Euro für eine eigene finanzielle Rücklage,
- 120 Euro für ein konkretes Hilfsprojekt,
- 60 Euro für Menschenrechtsarbeit.
Es gibt dabei keine vorgeschriebene richtige Antwort. Auch die Entscheidung, zunächst die eigene finanzielle Situation zu verbessern, ist eine verantwortungsvolle Verwendung des Geldes.
Drei Wege, wie dein Geld wirken kann
Sichern
Manchmal ist die sinnvollste Verwendung die eigene Absicherung: ein Notgroschen, der Abbau von Schulden, eine Weiterbildung oder eine private Vorsorge.
Wer finanziell unter Druck steht, kann nicht beliebig spenden. Verantwortung beginnt auch damit, die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten.
Helfen
Mit dem frei werdenden Betrag können Menschen unmittelbar unterstützt werden: Menschen in Armut, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche, Geflüchtete oder Personen, die Gewalt und Diskriminierung erlebt haben.
Besonders wichtig ist uns dabei die Unterstützung von Betroffenen, die sich gegen Unrecht zur Wehr setzen müssen und dafür Beratung, rechtliche Hilfe oder finanzielle Unterstützung benötigen.
Verändern
Geld kann auch langfristige gesellschaftliche Veränderung ermöglichen: Menschenrechte, Wissenschaft, Bildung, Demokratie, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Biodiversität und eine säkulare, offene Gesellschaft.
Hier geht es nicht nur um die Linderung einzelner Notlagen, sondern um die Frage, welche gesellschaftlichen Bedingungen wir stärken wollen.
Projekte finden und vergleichen
um-steuern.at soll konkrete Möglichkeiten sichtbar machen. Deshalb entsteht ein übersichtliches Projektregister mit nachvollziehbaren Informationen zu den jeweiligen Angeboten.
Jedes Projekt wird einheitlich dargestellt:
Beginn, Ende oder Prüfzeitraum, Projekt, Träger, Bereich und Einordnung.
Zusätzlich können – soweit öffentlich verfügbar – Angaben zur Finanzierung, zu Jahresberichten, zur Spendenbegünstigung, zur regionalen oder internationalen Ausrichtung und zum aktuellen Prüfstand ergänzt werden.
Die Website empfiehlt nicht pauschal eine einzige Organisation. Sie zeigt verschiedene Möglichkeiten und überlässt die Entscheidung den Nutzer:innen.
Spenden können direkt an die jeweiligen Träger geleistet werden. In der ersten Phase soll kein Geld über um-steuern.at selbst fließen. Dadurch bleiben die Wege transparent und nachvollziehbar.
Sachlich, aber nicht beliebig
um-steuern.at ist keine Plattform gegen religiöse Menschen. Menschen sollen unabhängig von ihrer persönlichen Weltanschauung selbst entscheiden können, wofür sie Verantwortung übernehmen.
Die Seite richtet sich auch nicht gegen jede einzelne kirchliche Einrichtung und behauptet nicht, dass kirchliche Arbeit grundsätzlich ohne gesellschaftlichen Wert sei.
Sie stellt aber eine klare Frage:
Wenn du nicht mehr Mitglied einer Kirche bist und keinen Kirchenbeitrag mehr leisten möchtest – welche Wirkung soll der frei gewordene Betrag stattdessen entfalten?
Diese Frage darf zugespitzt gestellt werden. Denn es geht um Selbstbestimmung, Transparenz und die Freiheit, finanzielle Mittel nach den eigenen Überzeugungen einzusetzen.
Transparenz als Grundprinzip
um-steuern.at legt offen, wer hinter dem Projekt steht, nach welchen Kriterien Projekte aufgenommen werden und wann Informationen zuletzt überprüft wurden.
Wenn der Humanistische Verband Österreich Träger des Projekts ist, wird das klar ausgewiesen. Der HVÖ kann im Projektregister als eine Möglichkeit erscheinen, aber nicht als die automatisch vorgegebene Antwort.
Auch Angebote des HVÖ und der Humanistischen Akademie Österreich werden eindeutig voneinander getrennt dargestellt.
Die Seite soll keine versteckte Spendenwerbung sein. Sie soll Menschen dabei helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen – auch dann, wenn diese Entscheidung lautet, das Geld zunächst für sich selbst zu verwenden oder eine andere Organisation zu unterstützen.
Um-steuern beginnt mit einer einfachen Frage
Nicht jeder Betrag muss groß sein, um bewusst eingesetzt zu werden.
10 Euro im Monat sind 120 Euro im Jahr.
25 Euro im Monat sind 300 Euro im Jahr.
50 Euro im Monat sind 600 Euro im Jahr.
Entscheidend ist nicht nur, wie viel Geld zur Verfügung steht. Entscheidend ist, dass du selbst bestimmst, wohin es geht.
Berechne deinen Betrag. Wähle deine Richtung. Entscheide, welche Wirkung du ermöglichen möchtest.
um-steuern.at – Dein Beitrag. Deine Entscheidung. Deine Wirkung.