Humanistische Filmfestivals

Warum engagiert sich der Humanistische Verband Österreich hier?

Filme können gesellschaftliche Fragen auf eine Weise sichtbar machen, die weit über abstrakte Debatten hinausgeht. Sie erzählen von Menschen, von Freiheit und Unterdrückung, von Selbstbestimmung, Menschenrechten, Demokratie und Verantwortung. Damit greifen Filmfestivals viele jener Themen auf, die auch im Zentrum des modernen Humanismus stehen.

Der Humanistische Verband Österreich möchte drei österreichische Filmfestivals unterstützen, deren Programme in besonderer Weise humanistische, menschenrechtliche und gesellschaftspolitische Themen sichtbar machen.

Dabei geht es nicht darum, Einfluss auf Programme oder künstlerische Entscheidungen zu nehmen. Die Festivals sollen inhaltlich und organisatorisch unabhängig bleiben. Der HVÖ möchte ihre Arbeit stärken, ihre Reichweite vergrößern und dazu beitragen, dass wichtige Filme und die von ihnen aufgeworfenen Fragen ein größeres Publikum erreichen.

Für den Humanistischen Verband eröffnet die Zusammenarbeit einen unmittelbaren Zugang zu Menschen, die sich für gesellschaftliche Fragen interessieren, ohne bereits in einer humanistischen Organisation aktiv zu sein. Humanismus wird dadurch nicht nur erklärt, sondern anhand konkreter Geschichten, Konflikte und Lebensentscheidungen erfahrbar.

Die Partnerschaft soll dazu beitragen,

Damit gewinnt der HVÖ nicht lediglich zusätzliche Sichtbarkeit. Er schafft Orte, an denen Humanismus konkret erlebt und gemeinsam diskutiert werden kann. Die Festivals erhalten durch den HVÖ einen verlässlichen Partner, der ihre Grundanliegen versteht und ihre Unabhängigkeit respektiert. Die Unterstützung kann finanzielle Beiträge ebenso umfassen wie gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, die Vermittlung von Gesprächspartner:innen, die Bewerbung einzelner Veranstaltungen und die Erschließung neuer Netzwerke.

Für die Festivals bedeutet die Partnerschaft:

Eine Partnerschaft mit gemeinsamer Wirkung

Die Festivals schaffen Räume für Filme, die nicht nur unterhalten, sondern berühren, widersprechen und zum Nachdenken zwingen. Der HVÖ bringt ein menschenrechtliches Netzwerk, gesellschaftspolitische Erfahrung und zusätzliche Öffentlichkeit ein. Gemeinsam können beide Seiten dafür sorgen, dass wichtige Geschichten nicht mit dem Abspann enden, sondern Gespräche, Begegnungen und gesellschaftliches Handeln auslösen.

Zahlreiche Vorgespräche wurden bereits geführt; nun sollen die Kontakte gebündelt, gemeinsame Auftritte vorbereitet und eine langfristige Zusammenarbeit entwickelt werden.

Dr. Holger Faby wird das Projekt während der Startphase nach außen vertreten und als Ansprechpartner für die Festivals auftreten.

Wenn wir „humanistisch“ nicht als offizielle Selbstbezeichnung, sondern als inhaltliche Nähe zu Menschenrechten, Selbstbestimmung, Vielfalt, Wissenschaft und ökologischer Verantwortung verstehen, kommen noch einige infrage.

Auch interessant für den HVÖ:

Humanistische Filmfestivals

Ethnocineca – International Documentary Film Festival
Vienna

Dokumentarisches und ethnografisches Kino über unterschiedliche Lebenswelten, gesellschaftliche Wirklichkeit und kulturelle Vielfalt. Inhaltlich sehr anschlussfähig.

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Innsbruck Nature Film Festival

Natur, Umwelt, Biodiversität, Klimakrise und Nachhaltigkeit – damit besonders passend zu den HVÖ-Positionen über Wissenschaft und ökologische Verantwortung. Die 25. Ausgabe findet vom 7. bis 11. Oktober 2026 statt.

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Internationales Filmfestival Innsbruck

Konzentriert sich traditionell auf Filme aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Es macht Perspektiven sichtbar, die im europäischen Mainstreamkino oft fehlen, und eignet sich daher für Themen wie Menschenrechte, Migration, globale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt.